Globale Transportprozesse über Seewege gleichen einem komplexen Puzzle: unterschiedliche Carrier, variierende Abfahrtszeiten und Routings, begrenzte Kapazitäten sowie langfristige Verträge. Wer international große Mengen per Container verschifft, kennt die Herausforderungen.
Bei LANXESS, einem führenden Spezialchemie-Unternehmen, laufen jährlich bis zu 20.000 Übersee-Buchungen über das eigene Dispositionsteam. Um die Kontrolle zu behalten, entschied sich das Unternehmen bewusst dafür, diese Prozesse intern zu steuern.
Doch mit wachsender Komplexität stieg auch der manuelle Aufwand. Die Antwort: ein datenbasiertes Allocation Hub von Logward.
Diese Case Study zeigt, wie LANXESS Transparenz in seine Übersee-Disposition bringt – und damit die Grundlage für Effizienz, Flexibilität und bessere Entscheidungen schafft.
Manuelle Prozesse, verstreute Daten, hoher Druck
Transport planning is a central part of LANXESS’ global supply chain – especially in the EMEA region, where Die Transport-Disposition ist bei LANXESS ein zentraler Bestandteil der globalen Supply Chain – besonders im EMEA-Raum, wo rund 60 % der weltweiten Produktion und Transporte gebündelt sind. Jeder Auftrag erfordert eine präzise Abstimmung: Welches Schiff fährt wann? Welche Allokation ist verfügbar? Und wie lässt sich das Volumen optimal über die Reedereien verteilen? Dabei müssen individuelle Anforderungen wie Abgangs- und Empfangszeitpunkt, Volumenplanung, Transitzeiten, Routing und Kundenversprechen berücksichtigt werden.
Um flexibel auf variierende Zielhäfen und wechselnde Versandbedarfe reagieren zu können, kauft LANXESS Volumen nicht auf starrer Port-Pair-Basis, sondern auf kompletten Servicestrecken bei mehreren Reedereien. Diese Strategie schafft mehr Spielraum bei der Ladungsverteilung – erhöht jedoch gleichzeitig die operative Komplexität.
Vor der Einführung von Logward bedeutete das:
Disponenten mussten manuell prüfen,
- welche Allokationen verfügbar sind,
- welche Schiffe wann fahren,
- und wo sich das geplante Volumen strategisch am besten unterbringen lässt.
Die nötigen Informationen fanden sich auf Reederei-Websites, in Tenderunterlagen und internen Tools – verteilt, inkonsistent und aufwendig zu pflegen. „Die Herausforderung war nicht das Volumen an sich, sondern der fehlende Überblick: Ohne zentrale Transparenz blieb vieles Stückwerk – und strategische Steuerung reine Theorie.“ beschreibt Florian Ullmann, GF Global Procurement & Logistics & Head of Logistics EMEA bei LANXESS. Die Folge: hoher Zeitaufwand, fehlende Echtzeittransparenz und ein erhöhtes Risiko für Überbuchungen oder ungenutzte Kapazitäten.

Von manueller Recherche zu datengetriebenen Entscheidungen
Um flexibler auf Marktanforderungen reagieren zu können, entschied sich LANXESS, mehr Klarheit und Steuerbarkeit in die Übersee-Disposition zu bringen – mit dem Ziel, datengestützte Entscheidungen zu ermöglichen, operative Aufwände zu reduzieren und das Team gezielt zu entlasten.
Ein zentraler Baustein dafür ist das Allocation Hub von Logward. Die Lösung verschafft Disponenten einen aktuellen, zentralen Überblick über eingekauftes Volumen, Allokationen und verfügbare Kapazitäten. Sie sehen sofort, welche Kapazitäten auf welchen Servicestrecken bei welchen Reedereien verfügbar sind. Die manuelle Recherche über diverse Quellen entfällt. „Unsere Disponenten haben jetzt die Möglichkeit, in Minuten zu entscheiden, was früher viel Abstimmung und Zeit bedeutete – das bringt spürbare Entlastung und mehr Entscheidungssicherheit“, so Florian Ullmann.
Die neu gewonnene Transparenz ermöglicht es, eingekaufte Volumen gezielter zu nutzen und Allokationen effektiv auszuschöpfen – statt sie ungenutzt zu lassen oder kurzfristig zu überbuchen. Da Allokationen von den Reedereien als prognostische Grundlage für die Kapazitätsplanung verstanden werden, wirkt sich ihre konsequente Nutzung positiv auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit und künftige Verhandlungen aus. Mehr Übersicht und Planbarkeit stärken damit nicht nur die operative Steuerung, sondern erhöhen auch die finanzielle Planungssicherheit und schaffen die Basis für optimierte Carrier-Konditionen bei zukünftigen Preisverhandlungen.
Dank der No-Code Technologie von Logward lassen sich Datenquellen unkompliziert anbinden, Allokations- und Priorisierungsregeln definieren – ohne aufwendige IT-Ressourcen oder langwierige Integrationsprojekte.
Die nächsten Optimierungshebel im Blick
Die Einführung des Allocation Hubs war nur der Anfang. Gemeinsam arbeiten LANXESS und Logward daran, weitere Potenziale zu erschließen – etwa durch die Analyse von Buchungsverhalten und Ladeverteilung, um fundierter in Preisverhandlungen mit Reedereien zu gehen.
Auch priorisierte Buchungen und eine noch tiefere Integration mit SAP stehen im Fokus: Künftig sollen autorisierte Mitarbeitende direkt im gewohnten Systemumfeld auf zentrale Transportinformationen zugreifen können. Dies verstärkt Florian Ullmann: „Die Reise ist für uns nicht abgeschlossen – wir sehen viele weitere Hebel, um datengetriebene Entscheidungen zum Standard in der Logistik zu machen.“
Mehr Klarheit, bessere Entscheidungen, weniger operative Reibung – das Allocation Hub bei LANXESS zeigt, wie moderne Logistiksteuerung heute funktioniert.
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